Flachdichtungen

Flachdichtungen sind Berührungsdichtungen zum Abdichten ruhender ebener Flächen. Sie werden verwendet, wenn Bauelemente lösbar durch Schrauben miteinander verbundne werden, so zum Beispiel bei Flanschverbindungen oder Gehäusen.
Die Flachdichtung soll dabei das Austreten des abzudichtenden Mediums aus dem Hohlkörper verhindern.
Flachdichtungen werden als Platten verschiedener Stärken angeboten und können entsprechend der abzudichtenden Fläche zugeschnitten werden.

Werkstoffe

Entsprechend des breiten Anwendungsgebietes von Flachdichtungen, was das abzudichtende Medium, den Temperaturbereich und den Druckbereich angeht, werden Flachdichtungen in einer Vielzahl von Werkstoffen und Werkstoffkombinationen angeboten.
Die eingesetzten Dichtwerkstoffe müssen ausreichend verformbar sein, damit auch mikroskopische Spalte zwischen Dichtung und abzudichtenden Teilen, durch eine elastische und plastische Verformung ausgeglichen werden. Dabei muss der Werkstoff auch eine ausreichende Festigkeit aufweisen, um den für die Dichtwirkung nötigen Anpresskräften standzuhalten.

Werkstoffe von Flachdichtungen können in die Gruppen Hart-, Weich- und Mehrstoffdichtungen eingeteilt werden.

Die Gruppe der Hartstoffdichtungen besteht hauptsächlich aus weichen Metallen, wie Kupfer, Blei und Aluminium.

Zur Gruppe der Weichstoffe zählen Papier, Pappe, Gummi, verschiedene Kunststoffe, Graphit und PTFE.

Kombinationen aus Weichstoffen und Metallen oder Fasergewebe bilden die Gruppe der Mehrstoffdichtungen.

Konstruktion der Dichtstelle

Flachdichtungen sind statische Dichtungen, die rein durch äußere Kräfte angepresst werden. Da sie nicht druckaktiviert sind, passen sie sich nicht automatisch dem abzudichtenden Druck an.
Um Leckagen zu vermeiden, muss konstruktiv eine gleichmäßige Flächenpressung am kompletten Umfang der abzudichtenden Fläche gewährleistet sein. Wird nur an einer minimalen Stelle der gesamten Dichtfläche die benötigte Mindest-Pressung unterschritten, versagt die komplette Flachdichtung. Bei Porösen Dichtwerkstoffen stellt die Mindest-Pressung zudem sicher, dass innere Hohlräume der statischen Dichtung verschlossen werden.

Flachdichtungen können im Krafthauptschluss oder Kraftnebenschluss eingebaut werden.

Im Krafthauptschluss wird die Flachdichtung zwischen die beiden zu verbindenden Teile ohne Einbaunut verpresst. Die Flachdichtung trennt die beiden zu verbindenden Teile voneinander, wodurch die gesamte Schraubenkraft von der Dichtung aufgenommen wird, und die Flachdichtung neben der Abdichtfunktion zusätzlich die Funktion der Kraftübertragung übernimmt. Dies verkompliziert die Auslegung der Dichtverbindung und führt zudem zu einer erhöhten Gefahr, dass die Flachdichtung durch den Betriebsdruck aus der Dichtstelle herausgepresst (ausgeblasen) wird. Zur Ausblassicherheit tragen sowohl die Reibkraft (zwischen Flachdichtung und Bauteilen) als auch die Eigenfestigkeit der Dichtung bei. Dünne Dichtungen weisen einen besseren Schutz vor Ausblasen aus als dicke, wobei Metall- oder Metall-Weichstoff-Dichtungen im Allgemeinen als ausblassicher angesehen werden können.

Beim Einbau der Flachdichtung in den Kraftnebenfluss ist die Dichtung in einer Nut eingekammert und übernimmt ausschließlich die Abdichtfunktion. Die beiden zu verbindenden Flächen sind miteinander im Kontakt und übernehmen die Kraftübertragung. Bei Flanschformen mit Nut und Feder kann angenommen werden, dass eine Ausblassicherheit aufgrund der konstruktiven Gestaltung grundsätzlich gegeben ist.

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