Nadellager, Nadelkränze und Nadelhülsen

Nadellager von Ludwig Meister

Nadellager sind Rollenlager mit langen zylindrischen Wälzkörpern, sogenannten Nadelrollen, deren Länge im Verhältnis zum Durchmesser vergleichsweise überproportioniert ist, daher der Name. An den Enden haben die Nadelrollen jeweils schwach ballig ausgeführte Mantellinien. Dadurch wird die Linienberührung zwischen den Nadelrollen und den Laufbahnen reduziert, wodurch schädliche Kantenspannungen vermieden werden.

Nadellager weisen trotz der geringen Querschnittshöhe eine hohe Tragfähigkeit auf und sind für Lagerungen prädestiniert, in denen in radialer Richtung nur wenig Platz zur Verfügung steht.

Nadelkränze

Nadelkränze bestehen nur aus Käfig und Nadelrollen. Da ihre Bauhöhe nur dem Durchmesser der Nadelrollen entspricht, ermöglichen Nadelkränze Lagerungen mit dem geringst möglichen radialen Bauraum. Die Nadelrollen laufen direkt auf der Welle und dem Gehäuse. Sie können daher nur eingesetzt werden, wenn Welle und Gehäusebohrung als Laufbahnen ausgeführt werden können, also gehärtet und geschliffen sind.

Nadelhülsen

Nadelhülsen sind Nadellager mit spanlos gefertigtem, dünnem Außenring. Eingesetzt werden sie in erster Linie, wenn die Gehäusebohrungen nicht als Laufbahnen für Nadelkränze ausgeführt werden können. Nadelhülsen gibt es auch in vollnadeliger Ausführung. Durch die maximale Anzahl an Nadelrollen bieten vollnadlige Hülsen höchste Tragfähigkeit auf kleinstem Bauraum. Sie erreichen jedoch nicht die bei Nadelhülsen mit Käfig möglichen Drehzahlen.

Der Außenring von Nadellagern ist spanend gefertigt und kann sowohl mit als auch ohne Borde ausgestattet sein. Nadellager mit Borden können abgedichtet und gefettet geliefert werden. Nadellager ohne Borde sind nicht selbsthaltend. Deswegen können Außenring, Nadelkranz und Innenring getrennt voneinander eingebaut werden, was die Montage erheblich vereinfacht. Nadellager finden mit und ohne Innenring Verwendung. Die Bauform ohne Innenring wird an der geschliffenen oder anderweitig behandelten Welle angebracht.

Kombinierte Nadellager bestehen aus einem Radial-Nadellager und einem Schrägkugel- oder Axiallager und können deshalb sowohl radiale als auch axiale Belastungen aufnehmen. Sie ermöglichen Festlagerungen mit geringstem radialem Einbauraum. Ihr Einsatz ist unter anderem dort von Vorteil, wo die Axialbelastungen z.B. wegen ihrer Größe, wegen hoher Drehzahlen oder ungenügender Schmierung nicht mehr von einfachen Anlaufscheiben aufgenommen werden können. Ihr Einsatz ist aber auch dann von Vorteil, wenn andere geeignete Festlager einen zu großen Einbauraum erfordern würden.

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