Pendelrollenlager

Die Wälzkörper der Pendelrollenlager sind tonnenförmig und in zwei symmetrischen Reihen angeordnet. Der Radius des Längsprofiles ist identisch mit dem Radius der Innenringlaufbahn. Er hat seinen Ausgangspunkt auf der Wellenachse, in der Mitte der Lagerbreite. Dadurch sind Pendelrollenlager um diesen Mittelpunkt beweglich und tolerieren Fluchtungsfehler in der Lagerung oder Winkelfehler durch die Durchbiegung der Welle zwischen 1,5 ͦ  und 2 ͦ !

Pendelrollenlager tragen außerordentlich hohe radiale Kräfte und zusätzlich relativ hohe axiale Belastungen in beide Richtungen. Diese Universalität macht sie zu einer der meist verwendeten Lagerbauarten überhaupt. Insbesondere bei größeren Lagern sind Pendelrollenlager die Wälzlagerbauart schlechthin. Sie lassen sich hervorragend mit CARB Lagern als Loslager kombinieren.

In der überwiegenden Zahl der Lagerfälle erfolgt die Schmierung über eine Mittelnut und Bohrungen im Außenring. Die Öl- oder Fettversorgung erfolgt so für beide Wälzkörperreihen gleichmäßig. Bei senkrechter Welle ist unbedingt auf sichere Versorgung des Lagers mit Schmiermittel zu achten. Ölschmierung ist für diese Fälle vorteilhaft.

Praktisch alle Pendelrollenlager werden mit zylindrischer oder kegeliger Bohrung geliefert. Befestigt werden sie bevorzugt auf kegeligen Wellenzapfen oder auf Spann- bzw. Abziehhülsen. Der feste Sitz des Lagers wird bevorzugt durch Aufweitung des Innenringes mit dem Öldruckverfahren hergestellt. Dabei wird die Endluft des Lagers über den Verschiebeweg auf dem Kegelzapfen kontrolliert. Durch die Kontrolle der Endluft prüft man die Festigkeit des Lagersitzes.

Die bestbewährte Käfigausführung besteht aus einem Stahlfensterkäfig, weil er größere Fettmengen im Lagerinnenraum zulässt als der Messingkäfig. Lediglich bei größeren Lagern ist der massive Messingkäfig die Standardausführung.

Einige Größen von Pendelrollenlagern sind in abgedichteter Form erhältlich. Bei diesen Lagern ist besonders auf die Form der angrenzenden Bauteile zu achten, weil die Dichtung bis an die Außenkontur der Lager heranreichen oder sogar geringfügig darüber hinaus stehen und durch die daneben liegenden Bauteile nicht verletzt werden dürfen.

Zahlreiche Varianten einzelner Elemente des Lagers geben dem Pendelrollenlager zusätzliche Einsatzmöglichkeiten in Spezialgebieten: verschiedene Käfigausführungen, Wärmebehandlungen und Oberflächenvergütungen machen Pendelrollenlager geeignet für den Einsatz in Papier- und Druckmaschinen, in den Rollgängen von Stranggießanlagen, in Drahtstahlstraßen, Vibrationsmaschinen und in Schienenfahrzeugen.

Pendelrollenlager vereinen in sich einzigartige Konstruktionsmerkmale, die sie für viele anspruchsvolle Lagerungsfälle unverzichtbar machen. Sie sind aus dem Maschinenbau nicht wegzudenken und gehören deshalb zu den wertvollsten Anwendungen der Wälzlagertechnik.

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