Sägeblätter

Sägeblätter für Hand- und Maschinensägen besitzen eine Vielzahl hintereinander liegender Zähne mit geringer Schnittbreite. Sie weisen eine Keilform auf und sind gehärtet. Der Werkstoff wird durch die Schneiden gleichzeitig in mehrere Ebenen zerspant Die Spanräume (Zahnlücken) nehmen die Späne auf und führen sie aus der Schnittfuge heraus. Durch die steigenden Werkstoffkosten wird zunehmend angestrebt, die Schnittkanäle schmal und somit den Schnittverlust möglichst gering zu halten.

Zahnteilung

Die Zahnteilung bezeichnet den Abstand von Zahnspitze zu Zahnspitze und bestimmt die Größe der Zahnlücken für die Aufnahme der Späne. Je nach Härte und Dicke des zu bearbeitenden Werkstoffes wählt man Sägeblätter mit verschiedener Zahnteilung. Beim Sägen weicher Metalle und bei langen Schnittfugen muss die Zahnteilung möglichst grob sein, da sonst die Spanräume verstopfen. Beim Sägen harter Metalle und bei kurzen Schnittfugen sowie zum Schneiden von Blechen, dünnwandigen Profilen und Rohren fallen wesentlich geringere Spanmengen an.. Deshalb kann hier eine feinere Zahnteilung gewählt werden. Bei kleinerer Zahnteilung sind mehr Schneiden im Eingriff.. Vorwiegend wird die Zahnteilung nach DIN 1837 fein und nach DIN 1838 grob unterschieden. INach Möglichkeit sollten mindestens vier Zähne im Eingriff sein.

Zahnform

Die Zahnform beschreibt die Kontur der Zahnschneide und des Zahngrundes (die Zahn-Geometrie). Welche Zahnform eingesetzt wird, hängt von dem zu sägenden Werkstoff und seiner Dimension ab. Handsägeblätter haben in der Regel Winkelzähne, Maschinensägeblätter meist Bogenzähne. Die Bogenzähne sind durch ihre Form widerstandfähiger als Winkelzähne. Die Geometrie und Winkel am Zahn sind ebenfalls von der Zahnform sowie natürlich von dem zu sägenden Werkstoff abhängig.
Der Keilwinkel β beträgt häufig ca. 50 Grad. Die Summe aus Freiwinkel α und Keilwinkel β zusammen fast 90 Grad. Da die Hauptschnittkraft beim Sägen mit zunehmenden Spanwinkel γ immer kleiner wird, verwendet man überwiegend positive Spanwinkel.

Freischneiden des Sägeblattes

Beim Einschneiden eines glatten Sägeblattes in den Werkstoff vergrößert sich die Reibung an den Seiten. Das Blatt würde  heißlaufen und  sehr schnell klemmen. Damit dies nicht passiert, sind bei bandförmigen Sägeblättern entweder die Zähne geschränkt (d. h. abwechselnd nach rechts und links ausgebogen) oder die Blätter sind gewellt. Bei gewellten Sägeblättern sind jeweils ungefähr sechs bis acht Zähne in Wellenform nach links und rechts ausgebogen. Gewellte Sägeblätter sind besonders bei feiner Zahnteilung zweckmäßig. Kreisförmige Maschinensägeblätter aus Schnellarbeitsstahl hingegen sind entweder hohlgeschliffen, gestaucht oder haben Zahnsegment oder ganze Zähne aus Hartmetall.

 

Lineare Schnittbewegung

 

Das Sägeblatt führt eine hin- und hergehende Bewegung aus. Dabei ist das Werkzeug nur in einer Bewegungsrichtung (Zugrichtung des Sägebügels) im Schnitt. Beim Rückhub muss das Sägeblatt, damit die Schneide nicht beschädigt wird, vom Werkstück abgehoben werden. Da durch den Rückhub (Tothub) keine Schneidarbeit geleistet wird, entstehen große Leerlauf- und damit Verlustzeiten. Wegen der begrenzten Länge der Sägeblätter sind nur wenige Zähne im Einsatz, wodurch auch die Standzeiten sehr begrenzt sind.
Hand-, Maschinen, Stichsägeblätter
kommen auf folgenden Maschinen zum Einsatz

  • Handsägen
  • Stichsägen
  • Säbelsägen
  • Bügelsägemaschinen

Kreisförmige Schnittbewegung

Das Sägeblatt ist permanent, rotierend im Eingriff.
Band- und Kreissägeblätter zum Einsatz auf folgenden Maschinen:

  • Handkreisägen
  • Kreissägemaschinen
  • Bandssägemaschinen

Auswahl des Sägeblattes

Die Auswahl des Sägeblattes erfolgt zunächst mit Sicht auf die zur Verwendung kommende Maschine. Damit sind die grundsätzlichen Ausführungsparameter wie Blattlänge, -durchmesser, Art der Blattaufnahme und häufig auch die Blattstärke vorgegeben.
Die weiteren Ausführungsmöglichkeiten richten sich nach dem zu bearbeitenden Material. Anpassungen sind bei
   Werkstoff des Blattes, oder der Zähne (HSS, HM, Werkstoffkobinationen Bimetalle)
   Anzahl der Zähne, wichtig dabei auch die Materialstärke des Werkstücke
möglich.

 

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